#ichbinso Neinsager

NEIN zu sagen ist schwer. Man will den anderen nicht enttäuschen oder hat Angst, Sympathien zu verlieren. Hier findest du ein paar Tipps, die es dir in Zukunft erleichtern sollen, klare Grenzen zu ziehen.

Ob im Privatleben oder im Job: Immer wieder gibt es Situationen, in denen man NEIN sagen sollte, es aber nicht schafft.

Tipp 1

Bitte um etwas Bedenkzeit, bevor du zu- oder absagst

Dies gibt dir die Möglichkeit, die Situation neutral zu analysieren, bevor du unter Druck zu etwas zustimmst, das du eigentlich nicht möchtest.

Tipp 2

Analysiere dich selbst

Warum fällt es dir so schwer, NEIN zu sagen? Hast du Angst, als herzlos zu gelten und nicht mehr gemocht zu werden? Oder befürchtest du, etwas zu versäumen? Wenn du den Grund für deine Aktionen weißt, fällt es leichter, auch mal abzusagen.

Tipp 3

Überlege: Was kostet es dich, wenn du zusagst?

Die Antworten könnten sein: Zeit; Energie; Ärger nicht abgesagt zu haben; das Gefühl ausgenutzt zu werden; ein verringertes Selbstwertgefühl, weil du nicht für deine wahren Bedürfnisse einstehst; u.s.w.

Tipp 4

Auch ein sanftes NEIN ist ein NEIN

Wenn es dir schwerfällt, dein Gegenüber zurückzuweisen, übe, dein NEIN „hübsch zu verpacken“: Zeige Verständnis für die Situation des anderen, bedanke dich, dass er/sie bei dieser Aufgabe an dich denkt und begründe deine Absage (kurz und bündig). Du kannst – falls es passt – auch anbieten, nur einen Teil der Aufgabe zu übernehmen und  ein Gegengeschäft einfordern.

 Nachtrag: Gerade als Lehrling ist man in Gefahr, Arbeiten aufgebrummt zu bekommen, die streng genommen nicht in den eigenen Arbeitsbereich fallen: das Auto des Chefs volltanken, Jause für alle Kollegen kaufen, den Geschirrspüler ausräumen, …

Wenn deine Kollegen hin und wieder das gleiche machen und ihr euch abwechselt, sind diese Aufgaben ja noch akzeptabel. Aber zur Regel sollten sie nicht werden!

Im Falle des Falles kannst du dich an deinen Lehrlingsberater oder den Betriebsrat wenden. Es gibt nämlich einen Ausbildungsplan, in dem genau steht, für welche Arbeiten du zuständig bist – und diesen solltest du kennen.

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