#ichbinso betroffen

Cybermobbing wird definiert als die längerfristige Belästigung oder Bloßstellung durch andere Personen im Internet. Wer Opfer wird, sollte so rasch wie möglich reagieren, damit die Geschichte nicht zum Selbstläufer wird.

Cybermobbing kann jedem passieren. Auch immer mehr Jugendliche sind davon betroffen. Einen blöden Spruch auf dem Schulklo lesen nur ein paar Leute, aber im Netz verbreiten sich falsche Nachrichten rasant!

Das Schwierige dabei ist, dass es keinen geschützten Raum mehr gibt. Das Internet ist überall – und anonymer als das wahre Leben. Viele trauen sich dort Dinge von sich zu geben, die sie face-to-face nie aussprechen würden. Die Grenze zwischen Hänselei und (Cyber)mobbing ist natürlich dünn. Darüber hinaus hängt es auch immer von der Persönlichkeit des Opfers ab, was als Mobbing empfunden wird. Trotzdem sollte man es nicht runterspielen. Es gibt dramatische Fälle, die mit dem Selbstmord des Opfers enden können.

Viele Schulen bieten bereits Seminare, Infotage o. a. zum Thema Cybermobbing an. Wenn aber wirklich einmal ein Opfer Rat und Unterstützung bei den Lehrern sucht, dann wissen leider viele oft nicht recht, was sie tun können …

Was kannst du als Opfer dagegen tun?

  • Wenn es bereits „passiert“ ist, ist es wichtig, möglichst rasch zu handeln! Je länger du wartest, umso mehr kann geschehen. Wenn du den Initiator kennst, solltest du ihn persönlich kontaktieren. Mache ihn darauf aufmerksam, dass sein Handeln strafbar ist und du rechtliche Schritte unternimmst, wenn er so weitermacht.
  • Vertraue dich deinen Eltern oder einem Lehrer an und mach am besten Screenshots von den fiesen Online-Meldungen, um das Mobbing im Fall des Falles nachweisen zu können.
  • Eine weitere Möglichkeit ist es, die Missbrauchs-Meldefunktion der jeweiligen sozialen Plattform anzuschreiben. Leider funktioniert das nicht immer zu 100 Prozent.

Aber auch vorbeugend kann man einiges tun:

  • Halte deine Passwörter geheim! Auch die beste Freundin oder der Partner sollten sie nicht erfahren, denn Mobbing passiert oft nach einem Streit oder einer Trennung.
  • Überprüfe bei Facebook und Co. immer die Sicherheitseinstellungen und stelle sie persönlich ein!
  • Befreunde dich nicht mit jedem! Wenn jemand deine Online-Freundschaft will, den du nicht kennst, lehne sie/ihn lieber ab. Erstelle auch auf Facebook Gruppen, in denen du deine „Freunde“ kategorisierst und teile Persönliches wirklich nur mit deiner Familie und engen Freunden.
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