#ichbinso aufgeräumt

Ihr Buch „Magic Cleaning“ gibt es zwar schon einige Jahre, aber seit Marie Kondo auch auf Netflix „ordiniert“, ist sie in aller Munde. Hast du auch schon mit dem Ausmisten begonnen?

Wir Menschen von heute haben einen Wohlstand erreicht, der uns mittlerweile schon manchmal Angst einjagt. Es wird uns alles zu viel: zu viel Kleidung, zu viele Küchengeräte, zu viel Zeug, das sich in Kellern und Dachböden anhäuft! Kein Wunder, dass es immer mehr Ordnungs-Helfer gibt und Aufräum-Gurus wie Karen Kingston und Marie Kondo weltweit immer mehr Fans finden.Das TIME Magazine zählt letztere sogar zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt.

Warum fällt den meisten Menschen das Ausmisten eigentlich so schwer? Warum befreit einen die Trennung von altem Besitz so unglaublich?

Ohne Frage, Ausmisten ist eine emotionale Angelegenheit: Nostalgie, Erinnerungen und diffuse Ängste spielen beim Loslassen von Altem und dem Platzmachen für Neues eine wesentliche Rolle. Für langfristige Erfolge ist es daher nur logisch diese Ebene miteinzubeziehen. Die Magic-Cleaning-Methode setzt Energien frei, die viele nicht für möglich halten. Probier es mal aus!

Hier ein paar ihrer Tipps im Überblick:

  1. Sich vor dem Start erst einmal ausmalen, wie man eigentlich leben will. Wie soll mein Kleiderschrank/mein Wohnzimmer/meine Küche bzw. mein Leben (Partnerschaft, Freundschaften, …) nachher aussehen? Ohne gedankliche Schranken („Was das kosten wird!“, „Das schaffe ich nie!“) einfach einmal drauf los träumen. Ambitionierte machen sich sogar ein Moodboard.
  1. Strukturiert vorgehen! Eine Grundregel der KonMari-Methode lautet, alles nach Kategorien geordnet zu sortieren. Fang z. B. mit deinen Schuhen an: ALLE Schuhe aus dem Schrank, auf einen Haufen und los geht’s! Ein Vorher-Nachher-Foto kann dich zusätzlich motivieren.
  1. Alles der Reihe nach in die Hand nehmen und erst einmal in deinen Körper reinspüren. Wie fühlst du dich mit dem Gegenstand? Macht er dich glücklich? Wenn nicht – weg damit! Was dahintersteckt: Man setzt sich damit auseinander, wie man leben will und spürt, was wirklich wichtig ist.
  1. Wenn klar ist was bleibt, bekommen diese Dinge einen fixen Platz zugeordnet. Alles was man besitzt, sollte überschaubar, griffbereit und platzsparend verstaut werden. Kleidung kann z. B. auf eine bestimmte Art gefaltet werden, damit man Platz im Kleiderschrank spart. Anleitungen dazu findest du auf YouTube.
  1. Zieh es durch! Ordnung schaffen ist laut Marie Kondo ein besonderer Event und kein ständiger Prozess.
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